Wie alles begann - Die Anfangsjahre

Waren es in der Zeit vor und zwischen den beiden Weltkriegen verschiedene Büttelborner Musikkapellen, die die kulturellen Veranstaltungen in Büttelborn musikalisch umrahmten, so fehlte in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg eine solche Gruppe von Musikern, die diese Aufgabe hätte übernehmen können. Aus diesem Grunde mussten für die kulturellen Anlässe der Gemeinde und der Ortsvereine sowie für die kirchlichen Veranstaltungen immer wieder fremde Kapellen oder Musiker engagiert werden.
 
Dies war der ausschlaggebende Faktor, weshalb sich der damalige erste Vorsitzende des Kulturringes (Vereinsringes) Büttelborn, Georg Kreim, Anfang der sechziger Jahre um die Gründung einer Büttelborner Musikkapelle bemühte. Er führte hierzu Gespräche mit ehemaligen Mitgliedern des früheren Musikvereins Büttelborn. Sie nannten Georg Kreim eine Reihe von Büttelborner Bürgern, die eine Musikschule besucht hatten bzw. die in der Lage waren, ein Instrument zu spielen und die für eine solche Neugründung angesprochen werden sollten.
 
Nach einem ersten Treffen im April 1964 fand dann im Frühsommer des gleichen Jahres im Volkshaus Büttelborn die Gründungsversammlung statt. Gründungsmitglieder der Kulturringkapelle, die später in Blasorchester Büttelborn umbenannt wurde, waren Fritz Astheimer sen., Wilhelm Astheimer, Rudi Best, Paul Bott, Karl Jockel jun., Horst Jourdan, Ernst Jurischka, Heinrich Klinger, Klaus Klink, Georg Krauser, Georg Kreim, Günter Rüger und Heinz Weyer.
 
Unmittelbar nach dieser Gründungsversammlung verlegte man das Probelokal von den Geschäftsräumen der Firma Kreim in das Gasthaus „Zum Löwen“. Die Leitung der Kapelle wurde in die Hände von Heinrich Klinger gelegt. Einige weitere interessierte Musikfreunde kamen in den folgenden Wochen und Monaten zu dem vorhandenen Stamm an Kapellenmitgliedern hinzu. So rundete sich allmählich das Bild eines spielfähigen Klangkörpers ab.
 
Im Oktober 1964 war es dann endlich soweit. Zum ersten Mal trat die Kulturringkapelle Büttelborn mit der musikalischen Umrahmung einer Feier des VdK-Ortsvereins Büttelborn im Gasthaus „Zum Schützenhof“ öffentlich auf. Das erste eigene Konzert fand am 21. Mai 1966 gemeinsam mit dem noch heute befreundeten Musikverein „Meulenwald“ Föhren im Büttelborner Volkshaus statt.

Im Jahr 1970 übergab Heinrich Klinger den Dirigentenstab an Walter Bergner aus Dornheim. In diese Zeit fiel auch das erste umfangreichere Nachrücken von Nachwuchskräften, die an Holz- und Blechblasinstrumenten ausgebildet worden waren.

1976 übernahm Heinz Weyer das Amt des Vorsitzenden von Georg Kreim. Bereits zwei Jahre später wurde aus der Kulturring Kapelle das Blasorchester Büttelborn e.V.. Ein Besuch der Marmormesse in Verona am Gardasee mit mehreren Platzkonzerten zählte zu den ersten größeren Höhepunkten des noch jungen Orchesters.

 

Weiterlesen in der Chronik: Errichtung des Vereinsheimes