Die etwas andere Blasmusik - Neuer Sound

Dem von 1990 bis 1994 tätigen Dirigenten Martin Reitz war es durch seine Persönlichkeit und seinen musikalischen Sachverstand trotz seiner Jugend innerhalb kurzer Zeit gelungen, dem Blasorchester Büttelborn ganz neue Bereiche der Blasmusik-Literatur zu eröffnen. Ohne das bekannte Repertoire zu vernachlässigen, entwickelte Reitz für das Orchester einen ganz neuen Sound, der schon bald das Büttelborner Publikum und viele Musikfreunde der näheren und weiteren Umgebung begeistern sollte. Er war es, der im zweijährigen Rhythmus kontinuierlich Frühjahrskonzerte im Büttelborner Volkshaus einführte und er war es auch, der mit einem Adventskonzert in der Katholischen Kirche Büttelborn dem Blasorchester Büttelborn den Weg zur symphonischen Blasmusik ebnete. Auch die dazugehörenden Probenwochenenden wurden bis heute zu einem festen Bestandteil des Orchesterlebens.

Den von Martin Reitz eingeschlagenen Weg im Hinblick auf eine möglichst breite Palette aus allen Sparten der Blasmusik-Literatur führte Ulrich Conzen ab Mai 1994 konsequent fort. Mehr noch – er eröffnete den Musikerinnen und Musikern des Blasorchesters Büttelborn vollkommen neue Wege bei der Einstudierung von Musikstücken. Symphonische Blasmusik ist heute für die Orchestermitglieder kein Fremdwort mehr. Auch der Weg mit den kontinuierlich stattfindenden Frühjahrskonzerten und Adventskonzerten mit einem jeweiligen Abstand von zwei Jahren wurde unter Ulrich Conzen bis heute beibehalten.

Mittlerweile ist das Blasorchester Büttelborn weit über die regionalen Grenzen hinaus bekannt durch sein Markenzeichen: „ Die etwas andere Blasmusik“. Mehrfach wurde man – neben den vielen Frühschoppen- und Festauftritten – schon eingeladen zu Saal- und Kirchenkonzerten in der näheren und weiteren Umgebung.

Das Blasorchester Büttelborn verfügt heute über eine mannigfaltige, präsente Literatur, mit der jederzeit anspruchsvolle, abendfüllende Konzerte möglich sind. Von Werken klassischer Komponisten, die besonders auch in der für Kirchen charakteristischen Akustik gut zur Geltung kommen, bis hin zu Potpourris von Pop- und Rocklegenden sowie Melodienfolgen von aktuellen und traditionellen Musicals reicht das heutige Repertoire. Natürlich ist auch die volkstümliche Blasmusik nach wie vor ein fester Bestandteil der Notenmappe des Blasorchesters Büttelborn.

Durch die Kontakte von Ulrich Conzen (selbst Soloposaunist am Staatstheater in Darmstadt) konnte das Blasorchester Büttelborn bereits mehrfach auf den Theaterbühnen auftreten. In nahezu 20 Aufführungen des Schauspiels „Egmont“, sowie neunmal bei der Oper „Norma“ und vor allem auch bei zwei Familienkonzerten gemeinsam mit dem Symphonischen Orchester des Staatstheaters präsentierte sich das Orchester dem Darmstädter Publikum (Siehe dazu auch die drei folgenden Bilder).

 

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