Musikalische Leitung

Dr. Martin Reitz (1990 - 1993)

 

Für den musikalischen Leiter eines Jugendblasorchesters im Aufbau stellten sich im Jahr 1990 viele Aufgabenschwerpunkte. Für Martin Reitz galt es, zunächst einmal ein Konzept für die ersten Monate zu entwickeln. Dabei legte er besonderen Wert auf die frühe Musiktätigkeit im Orchesterverbund parallel zum Einzelunterricht. Der damals 23jährige Student verstand es geschickt, die anfangs 50 jungen Musikerinnen und Musiker zwischen 6 und 15 Jahren für ihr neues Hobby zu begeistern.

 

Vor allem gelang es Martin Reitz, Stücke für das Jugendblasorchester auszusuchen, die genau den richtigen Schwierigkeitsgrad hatten. Er forderte, ohne zu überfordern. Der Erfolg gab ihm dabei Recht.

 

Ein besonderes Merkmal von Martin Reitz war sicherlich auch die Beharrlichkeit und Konsequenz, mit der er seine Ziele verfolgte. Er scheute dabei beispielsweise auch nicht davor zurück, ganze Instrumentalsätze nach Hause zu schicken, wenn er der Auffassung war, dass diese die aufgegebenen Stücke zu Hause nicht geprobt hatten.

 

Martin Reitz durfte deshalb auch zurecht die ersten Früchte seiner Arbeit ernten, als er besonders bei den Frühjahrskonzerten 1991 und 1993 im vollbesetzten Volkshaussaal die Leistungsfortschritte seines Jugendblasorchesters unter Beweis stellen konnte.

 

Als er beim Frühjahrskonzert 1993 den Dirigentenstab an Ulrich Conzen übergab, konnte er dies in dem Bewusstsein tun, ein bestelltes Feld zu hinterlassen. Der Name des mittlerweile promovierten Wirtschaftswissenschaftlers Dr. Martin Reitz wird immer ganz eng mit der Gründung und den Anfangsjahren des Jugendblasorchesters Büttelborn verbunden sein.

 

 

Ulrich Conzen (1993 - heute)

 

Ulrich Conzen hatte nun die Aufgabe, das von Martin Reitz übernommene Konzept weiterzuentwickeln. Und er tat dies mit Bravour. Vor allem traf der damals 31jährige mit seiner Art von Anfang an den Zeitgeist der Kinder und Jugendlichen. Dies gilt in erster Linie für die Auswahl der Musikstücke aber auch für seine Bereitschaft, jeden Spaß mitzumachen.

 
Immer wieder wurde die Literatur durch aktuelle Hits ergänzt, bei denen er auch sehr gerne auf die Wünsche der Orchestermitglieder einging. Seine absolute musikalische Autorität, die er sich nicht zuletzt als Soloposaunist am Darmstädter Staatstheater erworben hat, erleichterte es ihm, die Schwierigkeiten dieser Musikstücke abschätzen zu können und diese so auf die Belange des Jugendblasorchesters zuzuschneiden.

Ungeheuer wertvolle Arbeit leistete Ulrich Conzen aber auch in der Erarbeitung von langfristigen Strategien für die Weiterentwicklung der Jugendarbeit. Ein ganz besonderer Erfolg war in diesem Zusammenhang die Gründung eines Mini-Orchesters als Unterbau für das Jugendblasorchester sowie die Einrichtung von Blockflötenkursen als Anfängerunterricht. Darüber hinaus kümmert er sich äußerst engagiert um die Rekrutierung der Ausbilder für den Einzelunterricht und koordiniert auch die Zuteilung der neuen Instrumental-Anfänger.

 

Unter Ulrich Conzen hat sich das Jugendblasorchester musikalisch noch einmal wesentlich weiterentwickelt. Neben den Auftritten bei Frühjahrskonzerten, die mittlerweile auch außerhalb von Büttelborn stattfinden, ist das Nachwuchsorchester auch bei anderen Veranstaltungen sehr gefragt. Ein wesentlicher Grund hierfür ist sicherlich auch die fachliche Kompetenz des Dirigenten.

 

Ulrich Conzen leitet das Jugendblasorchester noch heute. Dass Ulrich Conzen auch die in Zukunft anstehenden schwierigen Aufgaben mit Sachverstand und Einfühlungsvermögen meistern wird, davon darf man getrost überzeugt sein.

 

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